TTF Liebherr Ochsenhausen – ASC Grünwettersbach 3:1
Mit einem überzeugenden Auftritt vor heimischer Kulisse haben die TTF Liebherr Ochsenhausen das Tischtennis-Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Am Donnerstagabend setzten sich die Oberschwaben am 11. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga mit 3:1 im Baden-Würrtemberg-Derby gegen den ASC Grünwettersbach durch. 415 Zuschauer sorgten in der Dr.-Hans-Liebherr-Sporthalle für eine stimmungsvolle Atmosphäre und erlebten einen verdienten Heimsieg zum Abschluss der Vorrunde und des Kalenderjahres.
Keine Überraschungen bei den Aufstellungen
Wie bereits im Vorfeld prognostiziert, blieben Überraschungen bei den Aufstellungen aus. TTF-Coach Bogdan Pugna schickte Shunsuke Togami, Tiago Abiodun und Iulian Chirita ins Rennen, während Andreas Levenko und Leonardo Iizuka das Team von der Bank aus unterstützen. Auf Seiten der Gäste aus Grünwettersbach traten Hiroto Shinozuka, Tobias Hippler und Tiago Apolonia an. Ricardo Walther war zwar vor Ort, doch ein Einsatz unter Wettbewerbsbedingungen kam zu früh.
TTF ziehen nach ausgeglichenem Start davon
Den Auftakt gestaltete Shunsuke Togami gegen Tobias Hippler – und der japanische Spitzenspieler ließ keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg brachte Togami die TTF in Führung. Lediglich im zweiten Satz wurde es kurz enger, insgesamt kontrollierte er das Geschehen jedoch sicher und stellte früh die Weichen.
Im zweiten Einzel entwickelte sich anschließend ein intensives Duell der beiden Linkshänder Tiago Abiodun und Hiroto Shinozuka. Abiodun fand zunächst schwer ins Spiel, steigerte sich jedoch spürbar und kämpfte sich mit sehenswerten Ballwechseln zurück. Im vierten Satz lag der junge Portugiese sogar wieder deutlich in Führung, konnte diese jedoch nicht bis zum Satzgewinn verteidigen. Shinozuka nutzte seine Chancen dagegen und glich mit einem 3:1-Erfolg für den ASC aus.
Die Antwort der TTF folgte aber wieder prompt. Iulian Chirita traf auf den erfahrenen Tiago Apolonia und lieferte eine reife Vorstellung ab. In den ersten beiden Sätzen behielt der Rumäne jeweils bei 9:9 die Nerven und hatte auch das Quäntchen Glück auf seiner Seite. Im dritten Durchgang zog er dann aber endgültig davon und entschied das Match mit 3:0 für sich. Eine wichtige Führung für sein Team – und ein weiterer Beleg für die stabile Entwicklung in seiner ersten Bundesligasaison.
Damit lag die Entscheidung erneut auf dem Schläger von Shunsuke Togami. Im Duell der beiden Spitzenspieler gegen Hiroto Shinozuka – Nationalmannschaftskollegen und gemeinsam die amtierenden Doppelweltmeister – entwickelte sich hochklassiges High-Speed-Tischtennis auf Augenhöhe. Besonders der erste Satz erwies sich als Schlüssel: Togami setzte sich knapp durch und gewann dadurch spürbar an Sicherheit. In der Folge agierte er etwas konsequenter und machte mit einem klaren 3:0-Erfolg den Heimsieg perfekt.
Mit dem siebten Saisonsieg rücken die TTF Liebherr Ochsenhausen vorübergehend auf Tabellenplatz vier vor und beenden die Vorrunde mit 14:8 Punkten. Ein stimmiger Jahresabschluss – sportlich wie atmosphärisch. Die Mannschaft bestätigte einmal mehr ihre Heimstärke und den ausgeprägten Teamgeist, der sich durch die gesamte Hinrunde gezogen hat. Grünwettersbach hingegen rutscht aufgrund der Niederlage vorerst auf Rang neun ab.
Stimmen zum Spiel
Iulian Chirita, der den wichtigen dritten Punkt beisteuerte, zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden: „Ich bin sehr glücklich mit unserer Teamleistung. Wir haben ein hartes Spiel gegen Grünwettersbach erwartet, denn sie haben sehr gute Spieler. Aber wir haben uns gut vorbereitet und das auch als Team umgesetzt. Danke für den großartigen Support heute und über das ganze Jahr hinweg – ich genieße es sehr, hier zuhause zu spielen.“ Besonders sein eigener Erfolg gegen Apolonia bedeutete ihm viel: „Ich freue mich, im letzten Spiel des Jahres noch einmal so eine Leistung gezeigt zu haben und mit Tiago (Apolonia) einen so erfahrenen Spieler besiegt zu haben.“ Nun freut sich Chirita auf ein paar Tage Erholung „Ich fliege direkt morgen früh nach Rumänien und verbringe dort ein paar entspannte Tage mit meiner Familie, worauf ich mich sehr freue, ehe am 28. Dezember die Vorbereitung wieder beginnt.“
Die einzelnen Ergebnisse im Überblick
Shunsuke Togami – Tobias Hippler 3:0 (11:4, 11:9, 11:6)
Tiago Abiodun – Hiroto Shinozuka 1:3 (8:11, 12:10, 8:11, 9:11)
Iulian Chirita – Tiago Apolonia 3:0 (11:9, 11:9, 11:7)
Shunsuke Togami – Hiroto Shinozuka 3:0 (12:10, 11:7, 11:8)
Das Re-Live der Partie ist wie gewohnt auf der Streamingplattform Dyn Sports abrufbar.
Ausblick
Für die TTF geht es nun in eine kurze, wohlverdiente Winterpause, ehe am 28. Dezember bereits die Vorbereitung auf das nächste Highlight startet: das Liebherr Final Four am 4. Januar 2026 in der ratiopharm arena Neu-Ulm. Dort wartet im Halbfinale mit dem 1. FC Saarbrücken direkt ein Topgegner – und die Chance auf den ersten Titel des neuen Jahres.
