TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge haben die TTF Liebherr Ochsenhausen am 17. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga die erhoffte Reaktion gezeigt. In der mit 560 Zuschauern gut gefüllten Shakehands Arena setzten sich die Oberschwaben am Sonntagnachmittag mit 3:1 beim TSV Bad Königshofen durch und sammelten damit wichtige Punkt. Es war ein verdienter Auswärtserfolg, der nicht nur für Erleichterung sorgte, sondern auch neues Selbstvertrauen geben dürfte.
TTF mit erwartbarer Formation – Gastgeber ohne Winterneuzugang
Personell konnten die TTF nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit Shunsuke Togami, Andreas Levenko und Iulian Chirita standen alle einsatzfähigen Spieler an den Tischen, Leonardo Iizuka rückte als Ersatzmann ins Aufgebot. Die Aufstellung entsprach damit weitgehend den Erwartungen, während Tiago Abiodun weiterhin aufgrund seiner Hüftoperation fehlte.
Bad Königshofen musste hingegen auf Winterneuzugang Xue Fei verzichten, der parallel bei einem internationalen Turnier der WTT-Tour im Einsatz war. Stattdessen vertrauten die Gastgeber auf ihre erfahrene Achse um Bastian Steger, Daniel Habesohn und Filip Zeljko.
TTF geraten zunächst in Rückstand
Der Auftakt verlief jedoch nicht nach Wunsch der Gäste. Andreas Levenko startete zwar ordentlich gegen Bastian Steger und erspielte sich im ersten Durchgang sogar zwei Satzbälle, konnte diese jedoch nicht nutzen. Dieser verpasste Moment erwies sich als richtungsweisend: Steger gewann den Satz noch mit 13:11, dominierte anschließend zunehmend das Geschehen und ließ beim klaren 3:0 kaum noch Zweifel aufkommen.
Ochsenhausen lag früh zurück – doch die Antwort folgte prompt.
Togami gleicht aus und gibt die Richtung vor
Shunsuke Togami übernahm Verantwortung und stellte mit einem konzentrierten Auftritt den Ausgleich her. Gegen Daniel Habesohn bestimmte der Japaner über weite Strecken Tempo und Ballwechsel, auch wenn sein Gegenüber immer wieder dagegenhielt. Togami blieb jedoch stabil, gewann verdient mit 3:1 und bestätigte einmal mehr seine starke Form.
Chirita beweist Nervenstärke
Das dritte Einzel entwickelte sich zur Schlüsselpartie. Iulian Chirita und Filip Zeljko lieferten sich ein taktisch geprägtes Duell auf Augenhöhe, in dem sich keiner entscheidend absetzen konnte. Beim Stand von 0:4 im fünften Satz, aus Sicht des TTF-Spielers, schien die Begegnung bereits zu kippen – doch nach einem Timeout fand der junge Rumäne zurück zu seinem Spiel.
Mit großem Kampfgeist arbeitete sich Chirita Punkt für Punkt heran, drehte den Durchgang und sicherte den TTF erstmals die Führung. Es war ein Sieg, der exemplarisch für die mentale Widerstandsfähigkeit stand, die Ochsenhausen an diesem Nachmittag auszeichnete.
Togami macht den Deckel drauf
Im Duell der beiden Spitzenspieler bot sich Togami anschließend die Chance, den Auswärtssieg perfekt zu machen – und er nutzte sie. Zwar musste der 24-Jährige erneut hart arbeiten: Im ersten Satz wehrte er einen Satzball ab, dominierte anschließend klar den zweiten Durchgang, gab den dritten trotz Führung noch ab und blieb dennoch fokussiert. Im vierten Satz verwandelte er schließlich seinen zweiten Matchball und machte den wichtigen Gesamterfolg für sein Team endgültig klar.
Wichtiger Sieg mit Signalwirkung
Unter dem Strich stand ein verdienter Erfolg für die Gäste. Während Togami mit zwei Einzelsiegen voranging und seine Rolle als Leistungsträger eindrucksvoll bestätigte, überzeugte Chirita mit taktischer Disziplin und mentaler Stärke. Levenko blieb zwar ohne Punktgewinn, traf jedoch auch auf einen an diesem Tag sehr gut aufgelegten Steger.
Durch den Sieg verbessern die TTF ihr Punktekonto auf 18:16 und behaupten Rang fünf. Bad Königshofen verbleibt nach der Niederlage auf Platz zehn (10:24 Punkte) und verpasste es, sich weiter Luft im Tabellenkeller zu verschaffen.
Für Ochsenhausen dürfte dieser Erfolg vor allem psychologisch von großer Bedeutung sein – insbesondere nach der zuvor schwierigen Phase.
TTF-Trainer Bogdan Pugna zeigte sich nach der Partie entsprechend erleichtert: „Das ist ein schöner und vor allem wichtiger Sieg nach den letzten vier Niederlagen in Folge – mit zwei Punkten im Gepäck fährt es sich natürlich deutlich angenehmer nach Hause. Es war toll, vor dieser Kulisse und in einer so gut gefüllten Halle zu spielen. Shunsuke war heute in seinem Element und hatte genau den richtigen Fokus. Für Andreas hat es gegen einen starken Bastian Steger zwar nicht gereicht, aber Iulian hat taktisch sehr klug agiert und seine Emotionen in den entscheidenden Momenten genau richtig eingesetzt.“
Die einzelnen Spiele im Überblick
Bastian Steger – Andreas Levenko 3:0 (13:11, 11:2, 11:4)
Daniel Habesohn – Shunsuke Togami 1:3 (7:11, 11:13, 11:9, 4:11)
Filip Zeljko – Iulian Chirita 2:3 (12:10, 7:11, 11:5, 4:11, 8:11)
Bastian Steger – Shunsuke Togami 1:3 (10:12, 4:11, 12:10, 9:11)
Hinweis: Das Re-Live der Partie ist auf der Streamingplattform Dyn Sports verfügbar.
Ausblick: Heimspiel nach vier Wochen Pause
Nach intensiven Wochen im Bundesliga-Alltag kehrt nun etwas Ruhe in den Spielplan ein. Erst am Sonntag, 15. März 2026, schlagen die TTF Liebherr Ochsenhausen wieder auf – dann empfangen sie den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle (Spielbeginn 15:30 Uhr).
Mit dem Erfolg von Bad Königshofen im Rücken wollen die Oberschwaben den positiven Trend fortsetzen und ihre Position im oberen Tabellenbereich weiter festigen. Tickets für die Begegnung sind im Ticketshop der TTF erhältlich (www.ttfo.de/tickets).
