TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Die TTF Liebherr Ochsenhausen bleiben in der Tischtennis-Bundesliga weiter ungeschlagen. Am dritten Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Bogdan Pugna vor 275 Zuschauern in der Dr.-Hans-Liebherr-Sporthalle mit 3:1 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau durch. In der noch jungen Saison war es bereits der dritte Sieg in Folge.

Beide Teams mit verändertem Aufgebot

Bei den TTF nahm Bogdan Pugna erstmals eine Änderung an seiner Formation vor. Neben Shunsuke Togami und Iulian Chirita kam Neuzugang Darius Movileanu zu seinem ersten Einsatz im TTF-Trikot und zugleich zu seinem TTBL-Debüt. Tiago Abiodun nahm zunächst auf der Bank Platz.

Grenzau musste dagegen auf seinen Spitzenspieler Feng Yi-Hsin verzichten und reiste lediglich mit drei Spielern nach Ochsenhausen. Chen Zhibin setzte auf Samuel Walker, Maciej Kubik und Martin Allegro.

Togami mit überraschender Niederlage zum Auftakt

Den Auftakt hatte sich Shunsuke Togami sicherlich anders vorgestellt. Gegen Maciej Kubik fand der nicht ganz so frisch wirkende Japaner zunächst nur schwer in die Partie und musste den ersten Satz mit 5:11 abgeben. Anschließend drehte Togami das Spiel und ging mit 2:1 in Führung. Kubik blieb jedoch dran und erzwang den Entscheidungssatz.

Dort entwickelte sich die Partie zu einem engen Duell. Togami hatte beim Stand von 10:9 sogar Matchball, konnte diesen jedoch nicht nutzen. Kubik setzte sich schließlich mit 12:10 durch und sorgte damit für die erste Saisonniederlage des Ochsenhauser Spitzenspielers.

Movileanu sorgt bei seinem Debüt für schnellen Ausgleich

Viel Zeit zum Ärgern blieb den Gastgebern allerdings nicht. Darius Movileanu zeigte bei seinem ersten Einsatz direkt, was in ihm steckt. Gegen Samuel Walker bestimmte der Rumäne das Geschehen von Anfang bis Ende und ließ seinem Gegner kaum Möglichkeiten.

Mit 11:3, 11:4 und 11:2 holte Movileanu den Punkt zum 1:1 und sorgte gleichzeitig für einen gelungenen Einstand in der TTBL.

Auch im dritten Einzel blieb es spannend. Iulian Chirita und Martin Allegro lieferten sich zunächst ein ausgeglichenes Duell mit vielen sehenswerten Ballwechseln. Nach dem 1:1 übernahm Chirita jedoch zunehmend die Initiative und bestimmte das Spiel. Mit zwei weiteren Satzgewinnen machte der Rumäne den 3:1-Erfolg perfekt und brachte die TTF erstmals in Führung.

Abiodun macht den dritten Sieg perfekt

Für die Entscheidung sorgte schließlich Tiago Abiodun, der erstmals in dieser Saison im Einzel jubeln konnte. Nach seiner Einwechslung für Togami traf der 18-jährige Portugiese auf Samuel Walker und erwischte den besseren Start.

Abiodun gewann die ersten beiden Sätze mit 11:8 und 16:14. Gerade der knappe zweite Durchgang war wichtig, denn nach dem 2:0 war die Partie endgültig unter Kontrolle. Mit 11:4 im dritten Satz machte der Portugiese den 3:1-Heimsieg perfekt.

Damit zeigten die TTF, dass sie auch dann bestehen können, wenn ihr Führungsspieler nicht seinen besten Abend erwischt. Nach dem überraschenden Rückstand zum Auftakt übernahmen die anderen Spieler Verantwortung und führten die Partie gemeinsam zum nächsten Erfolg.

Movileanu: „Ein toller Start für mich“

Für Darius Movileanu hätte sein Debüt kaum besser laufen können: „Es war ein toller Start für mich und mein erstes Spiel. Natürlich war ich vor der Partie ein bisschen nervös, aber ich habe versucht, mich auf meine Vorbereitung und meinen Plan zu konzentrieren. Dabei haben mir der Coach und das ganze Team sehr geholfen. Jetzt möchte ich an diesen ersten Auftritt anknüpfen und in den nächsten Spielen weiter gute Leistungen zeigen.“

Auch der Blick auf das kommende Wochenende richtet sich bereits nach vorne: „Im Pokal treffen wir auf Düsseldorf, also auf den Favoriten. Wir werden unser Bestes geben und um jeden Punkt kämpfen. Wir sind nicht der Favorit und haben deshalb nichts zu verlieren. Wir schauen einfach, was am Ende dabei herauskommt.“

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Drei Spiele, drei Siege – ein perfekter Start. Diesen Erfolg verdanken wir einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der jeder Spieler für den anderen gefightet hat. Ein riesiges Dankeschön gilt unseren Fans für die überragende Stimmung. Nun gilt der volle Fokus dem kommenden Wochenende. Beim Grand Opening wollen wir den Favoriten Düsseldorf so gut wie möglich herausfordern.“

Die einzelnen Spiele im Überblick

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Shunsuke Togami – Maciej Kubik 2:3 (5:11, 11:7, 11:8, 8:11, 10:12)

Darius Movileanu – Samuel Walker 3:0 (11:3, 11:4, 11:2)

Iulian Chirita – Martin Allegro 3:1 (11:5, 9:11, 11:5, 11:5)

Tiago Abiodun – Samuel Walker 3:0 (11:8, 16:14, 11:4)

TTF weiterhin ohne Niederlage

Mit dem 3:1 gegen Grenzau bleiben die TTF nach drei Spieltagen bei 6:0 Punkten ungeschlagen und stehen zumindest über Nacht an der Tabellenspitze.

Für die Oberschwaben geht es bereits am kommenden Wochenende mit dem Leapmotor Pokal-Grand-Opening in der Kia Metropol Arena Nürnberg weiter. Am Samstag werden zunächst alle acht Achtelfinalpartien ausgetragen, darunter um 11:00 Uhr das Duell der TTF gegen den großen Favoriten Borussia Düsseldorf. Wer den ersten Schritt macht und sich für das Viertelfinale qualifiziert, spielt bereits am Sonntag um den Einzug ins Halbfinale. Die vier siegreichen Teams des Wochenendes sichern sich damit zugleich ihren Platz beim Liebherr Pokal Final Four Anfang Januar, bei dem der Pokalsieger ausgespielt wird. Tickets für das Event gibt es im Ticketshop der TTBL.

Das Re-Live der Partie gegen Grenzau ist auf der Streamingplattform Dyn Sports verfügbar.