Beim Derby unter Druck: TTF wollen beim TTC Neu-Ulm gewinnen

Mittwoch, 19.00 Uhr: TTC Neu-Ulm – TTF Liebherr Ochsenhausen

Nach der ernüchternden Heimniederlage gegen Grenzau sind die TTF Liebherr Ochsenhausen am, Mittwochabend bereits wieder in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gefordert. Das Derby in Neu-Ulm beziehungsweise im von Ochsenhausen 47 Kilometer entfernten Pfaffenhofen an der Roth, wo der TTC seine Heimspiele austrägt, steht auf dem Programm.

Es ist eines von drei Endspielen, brutalen Endspielen – brutal insofern, als man alle drei gewinnen muss, um die Chance zu wahren, doch noch in die Play-offs einzuziehen, es aber keineswegs eine Garantie gibt, dass man es tatsächlich geschafft hat, wenn man alle für sich entscheidet. Dann nämlich kommt es immer noch darauf an, wie die Konkurrenz spielt. Doch das muss ausgeklammert werden, denn die TTF wollen von sich aus alles tun, was möglich ist – und erst dann wird man sehen. Also wird das Team im Derby alles hineinwerfen, um – wie im Hinspiel – die Oberhand zu behalten.

Noch früh in der Saison, am 10. September 2021, hatten die TTF das Heimspiel gegen den TTC mit 3:2 gewonnen. Kanak Jha und Simon Gauzy hatten in den Einzeln jeweils gegen den Ex-Ochsenhauser Vladimir Sidorenko gepunktet und Kulczycki/Kubik das abschließende Doppel gegen Apolonia/Katsman mit 3:1 erfolgreich ins Ziel gebracht.

Tiago Apolonia, der zehn Jahre den TTF-Dress trug und auch mit 35 Jahren noch immer sehr gutes Tischtennis spielt, ist der Leitwolf des TTC. Die 14:6-Bilanz des Weltranglisten-56. spricht für sich. Als sehr stark ist auch der 19-jährige Junioren-Europameister Kay Stumper einzuschätzen, der mit einer 6:1-Bilanz in Europas Topliga notiert ist. Mit dem 19-jährigen Ex-Ochsenhauser Vladimir Sidorenko gehört ein weiterer sehr junger Spieler dem vom ehemaligen TTF-Trainer Dmitrij Mazunov trainierten Neu-Ulmer Kader an. Dies gilt auch für den 21-jährigen Griechen Ioannis Sgouropoulos sowie für den 20-jährigen russischen Linkshänder Lev Katsman. Bei diesem Trio läuft es aber in der TTBL aktuell noch nicht so gut. Sidorenkos derzeitige Bilanz lautet 3:11, Katsman steht bei 4:9, Sgouropoulos bei 4:8. Sidorenko und Katsman harmonieren aber gut im Doppel (2:1).

Die Situation vor dem Derby zwischen den Tabellennachbarn ist folgende: Der TTC (18:20 Punkte) kann die Play-offs nicht mehr erreichen, die TTF (20:18) könnten es unter sehr günstigen Umständen, wie oben ausgeführt, noch schaffen.

Noch unklar ist, ob das gegen Grenzau verletzungsbedingt ausgefallene Duo Simon Gauzy/Samuel Kulczycki oder wenigstens einer der beiden wieder einsatzfähig ist.  

„Auch wenn wir nach der Niederlage gegen Grenzau enttäuscht sind, müssen wir das schnell abhaken und nach vorne schauen“, ist TTF-Trainer Fu Yong überzeugt. „Wir haben, speziell wenn Simon fehlt, eine sehr junge Mannschaft und es können Tage wie am Sonntag passieren. Wir wollen nun am Mittwoch gegen Neu-Ulm eine Reaktion zeigen und anders auftreten. Ob Simon und/oder Samuel zur Verfügung stehen, müssen wir abwarten. Aber egal in welcher Aufstellung wir nach Neu-Ulm reisen, wollen wir um jeden Ball kämpfen.“