Den Rundenstart veredeln und gegen den Pokalgegner nachlegen

Montag, 19.00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – TSV Bad Königshofen

Zweiter Spieltag in der TTBL. Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind diesmal mit einem Montagsspiel an der Reihe, Schauplatz ist erneut die heimische Dr.-Hans-Liebherr-Halle. Gegner ist mit dem hoch gehandelten TSV Bad Königshofen ein weiterer potenzieller Play-off-Kandidat.

In der Auftaktpartie gegen Fulda-Maberzell war bei Gauzy und Kollegen auf Anhieb alles rund gelaufen, gegen einen starken Gegner gelang ein beeindruckender Sieg. Doch das ist nun Geschichte. Was zählt, ist das Hier und Jetzt. Natürlich möchte man den tollen Auftritt gegen Fulda bestätigen und erneut eine Topleistung abrufen. Ob das gelingt, hängt von diversen Faktoren ab. In jedem Fall ist es wieder ein 50:50-Spiel, bei dem die Tagesform, das glücklichere Händchen im Aufstellungspoker und einfach auch das berühmte Quäntchen Glück die entscheidende Rolle spielen dürften.

Bad Königshofen mit unglücklicher Auftaktniederlage

Bad Königshofen hatte zum Auftakt eine unglückliche 2:3-Heimniederlage gegen Werder Bremen hinnehmen müssen. Dies war natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass die Unterfranken nicht in Topbesetzung an den Tisch gehen konnten. Japans Top-Ass Yukiya Uda, aktuelle Nummer 22 der Welt, konnte aufgrund eines WM-Lehrgangs seines Verbandes nicht dabei sein. Und für den angeschlagenen DTTB-Nationalspieler Kilian Ort – ein sehr starker, aber verletzungsanfälliger Tischtennisprofi – reichte es nur für einen Einsatz im Doppel, der auch noch daneben ging.

Dabei hatte der BKH-Kroate Filip Zeljko, der sich in den letzten beiden Jahren vom Notnagel zu einem richtig guten Bundesligaspieler gemausert hat, sogar einen Traumtag erwischt und beim 3:0-Sieg über Werders Doppel-Weltmeister Matthias Falck das beste Spiel seiner Karriere gemacht. Dauerbrenner Bastian Steger hatte fast mühelos gegen Marcelo Aguirre gepunktet. Hätte nun auch noch Neuzugang Martin Allegro zu Beginn gegen Kirill Gerassimenko gewonnen, hätte der TSV die Halle als Gewinner verlassen, doch dieses Match ging mit 13:11 im fünften Satz an den Bremer.

Von Vorteil ist die Niederlage der ambitionierten Unterfranken sicher nicht für die TTF, denn Steger und Co. werden nun gewiss alles daransetzen, sich mit einem Sieg in Oberschwaben zu rehabilitieren, um den kompletten Fehlstart zu verhindern. Man muss mit einer spiel- und kampfstarken Gästetruppe rechnen. Natürlich wird viel von der Aufstellung abhängen, doch selbst wenn der TSV erneut „nur“ in der Werder-Formation auftreten sollte, könnte es sehr, sehr eng werden.

Bärenstarker Gäste-Kader

Was Bastian Steger auch mit 41 Jahren noch leisten kann, weiß jeder. Und Filip Zeljko hat sich nicht von ungefähr inzwischen auf Platz 76 der Weltrangliste hochgearbeitet – wer den 25-Jährigen unterschätzt, muss mit den Konsequenzen leben. Auch Martin Allegro hat einen deutlichen Sprung gemacht, der 26-jährige Belgier ist inzwischen die Nummer 87 der Welt und weit besser als vor Jahren im Jülicher Dress, wo er bereits im deutschen Oberhaus aufgeschlagen hatte. Kilian Ort finden wir auf Position 55 des internationalen Rankings – und wäre das 26-jährige Eigengewächs des TSV, auf dessen Tischtenniskarriere der gesamte Verein stolz ist, nicht so oft verletzt gewesen, stünde er wahrscheinlich noch besser da. Mit dem 21-jährigen Yukiya Uda, dem kongenialen Doppelpartner von Ochsenhausens Shunsuke Togami auf internationaler Bühne – die beiden stehen mit klarem Vorsprung auf Platz eins der Doppelweltrangliste –, verfügt Bad Königshofen natürlich über einen Spitzenmann im Kader, gegen den kein TTF-Spieler einen leichten Stand hätte. Insgesamt also eine bärenstarke Truppe, die fraglos ein ernsthafter Konkurrent der TTF im Kampf um die Play-offs ist.

Hochmotivierte TTF-Asse peilen den Traumstart an

Die TTF wissen um die Qualität des Gegners und wollen nicht nur spielerisch glänzen, sondern auch vom ersten Ballwechsel an den Kampf annehmen. Es ist ihnen klar, dass man gegen einen solchen Kontrahenten alles in die Waagschale werfen muss, wenn man bestehen will. Doch die Spieler sind optimistisch und haben im perfekten Auftaktspiel frisches Selbstbewusstsein getankt. Sie peilen den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel an und wollen den Traumstart in die Saison 2022/23 perfekt machen. Wer spielen wird, ist noch nicht bekannt, Cheftrainer Fu Yong hat die Qual der Wahl. Simon Gauzy, Kanak Jha und Alvaro Robles haben sich im Fulda-Spiel nachdrücklich empfohlen, doch bis Montag werden auch wieder Can Akkuzu und Samuel Kulczycki zur Verfügung stehen, die diese Woche noch beim WTT Feeder-Turnier in Bulgarien im Einsatz sind.

In der zurückliegenden Saison konnten die TTF beide Partien gewinnen, in Bad Königshofen glückte ein 3:2-Erfolg, das Rückspiel endete 3:1 für die Oberschwaben. Gegen eine Wiederholung hätte man natürlich nichts einzuwenden.

„Nach dem ersten Heimsieg erwartet uns mit dem TSV Bad Königshofen direkt der nächste direkte Konkurrent um die Play-offs“, konstatiert Fu Yong. „Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in das Spiel und wollen auch dieses Mal die beiden Punkte in Ochsenhausen behalten.“

Spieltags-Aktion: 50 Prozent Ermäßigung für Ochsenhauser Zuschauer

Die TTF setzen gerade auch in dieser richtungsweisenden, von der Kreissparkasse Biberach präsentierten Partie auf die Fans und versuchen, diesen den Besuch an dem ungewohnten Montagstermin richtig schmackhaft zu machen. So wird es ein kleines Special für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ochsenhausen geben. Jeder erhält nach Vorlage eines Ausweisdokuments – es werden natürlich keine personenbezogenen Daten erhoben! – satte 50 Prozent Ermäßigung auf den Ticketpreis. Die Tickets können direkt an der Geschäftsstelle der TTF Liebherr Ochsenhausen oder an der Tageskasse am Spieltag erworben werden. „Hiermit möchten wir allen Ochsenhausern die Chance geben, sich die neue Mannschaft anzusehen“, so Teammanager Manuel Pfender.

Pokalspiel auf den 23. September terminiert

Wie immer die Bundesligapartie am Montag ausgehen mag, der Verlierer erhält keine drei Wochen später an selber Stelle die Chance zur Revanche. Und die dann anstehende Achtelfinal-Partie im Pokalwettbewerb ist wichtig, sehr wichtig sogar, wollen doch beide Teams diese Saison das Pokal Final Four, das spektakuläre Liebherr Pokal-Finale in Neu-Ulm, erreichen und dazu den ersten Schritt machen. Der Termin wurde am Dienstag festgezurrt. Das mit Spannung erwartete Duell wird am Freitag, den 23.09.2022, um 19:00 Uhr in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle ausgetragen.