Drei TTF-Asse wollen in Tokio für Furore sorgen

Die Olympischen Spiele sind ein Höhepunkt in der Karriere eines jeden Sportlers. Selbstverständlich gilt dies auch für die Tischtennisspieler. Drei von ihnen sind in Tokio dabei und fiebern ihren Einsätzen entgegen.

Die Tischtenniswettbewerbe in Tokio teilen sich in zwei Kategorien auf – zunächst werden Einzel und Mixed gespielt, anschließend stehen die Mannschaftswettbewerbe auf dem Programm. Die Einzelwettbewerbe beginnen bereits am kommenden Samstag, dem ersten großen Wettkampftag der Spiele. Am Freitag (30. Juli) werden die neuen Olympiasieger gekürt. Die Nationalteams duellieren sich ab dem 1. August um die Medaillen – am 6. August steigen die Endspiele in der Sport-Arena des Tokyo Metropolitan Gymnasiums, leider unter Ausschluss der Fans.

Gauzy und Jha in Einzel und Mannschaft am Start, Akkuzu Reservespieler in Frankreichs Team

Im Herren-Einzel vertreten Simon Gauzy und Kanak Jha die Farben Frankreichs beziehungsweise der USA und natürlich auch ein Stück weit die der TTF Liebherr Ochsenhausen. Beide haben in der 1. Runde Freilose, sodass sie erst am Montag (Jha) und Dienstag (Gauzy) erstmals am Tisch stehen werden gegen noch zu ermittelnde Gegner. Leicht werden diese gewiss nicht sein, weil bis dahin vermutlich keiner der wenigen Exoten, etwa aus Australien oder Togo, mehr im momentan noch 65-köpfigen Feld stehen und nur noch Hochkaräter im Turnier sein dürften.

An der Spitze der Setzliste thront der chinesische Weltranglistenerste Fan Zhendong, gefolgt von seinem Landsmann Xu Xin. Nummer drei ist der Japaner Tomokazu Harimoto und die Nummer vier der Brasilianer Hugo Calderano, der in der letzten Saison noch das Dress der TTF trug und ebenfalls aufgrund eines Freiloses erst am Dienstag ins Turnier einsteigt. An Position 14 der Setzliste finden wir Simon Gauzy, an 21 Kanak Jha.

Gauzy war bereits 2016 bei den Spielen in Rio am Start und erreichte die Runde der besten 32 – mit dem Team Frankreichs stand er im Achtelfinale. Der 21-jährige Jha war in Rio als 16-Jähriger dabei und konnte dort mit dem US-Team ebenfalls immerhin das Achtelfinale erreichen, musste sich im Einzel jedoch in der ersten Runde geschlagen geben. Auch für Hugo Calderano, der ja weiterhin in Ochsenhausen lebt und der dortigen Trainingsgruppe angehört, sind es die zweiten Olympischen Spiele seiner Karriere. In Rio erreichte der derzeitige Weltranglistensiebte im Einzel das Achtelfinale, schied mit Brasiliens Nationalmannschaft aber in der ersten Runde gegen Südkorea aus.

In den Mannschaftswettbewerben wird mit Neuzugang Can Akkuzu der dritte TTF-Profi mit im Bunde sein. Er gehört wie Simon Gauzy dem französischen Nationalteam an, fungiert aber im Gegensatz zu jenem, der die Rolle des Leitwolfs einnimmt, nur als Reservespieler und dürfte vermutlich lediglich zum Einsatz kommen, wenn sich einer seiner Teamkollegen verletzt, was natürlich keiner hofft. Kanak Jha wird mit dem Team USA als dessen stärkster Akteur an den Start gehen und Calderano will mit Brasilien diesmal mehr erreichen als 2016. Zu den Mannschaftswettbewerben werden wir aber kurz vor Beginn noch eine eigene Vorschau bringen.

Ochsenhausen war Schauplatz der Olympia-Vorbereitungen

Ein wichtiger Teil der Olympia-Vorbereitungen spielte sich übrigens in Form mehrerer Lehrgänge im Ochsenhauser Sparkassen TT-Leistungszentrum ab. Dort bereiteten sich unter anderem die Nationalmannschaften Frankreichs, Brasiliens und Ungarns auf die Spiele vor. Frankreich war mit Simon Gauzy und Can Akkuzu, Brasilien mit Hugo Calderano, Gustavo Tsuboi und Vitor Ishiy und Ungarn mit Bence Majoros und Adam Szudi vertreten. Sie gehören fast alle ohnehin der Ochsenhauser Trainingsgruppe an. Auch der Spanier Alvaro Robles war dabei. Phasenweise haben auch Kanak Jha und der Schwede Truls Möregardh ihre Vorbereitung hier absolviert. Samuel Kulczycki und Maciej Kubik aus dem TTF-Team sowie der junge Franzose Irvin Bertrand fungierten als Trainingspartner. Unterstützt wurden alle vom Ochsenhauser Trainerteam um Fu Yong, Michel Blondel, Bogdan Pugna, Mikael Simon und Jean-René Mounie, zu dem sich auch Ungarns Nationaltrainer Peter Musko gesellte.


„Wir freuen uns, dass drei unserer aktuellen Spieler in Tokio dabei sind und wünschen allen viel Glück und Erfolg“, gibt TTF-Präsident Kristijan Pejinovic dem Ochsenhauser Trio die besten Wünsche mit auf den Weg. „Ebenso hoffen wir, dass nach den Spielen alle gesund wieder zurückkehren.“

Den exakten Zeitplan findet man hier: https://olympics.com/tokyo-2020/olympic-games/en/results/table-tennis/olympic-schedule-and-results.htm