EnBW-Schul-Cup: Absage für Schuljahr 2020/21

Die TTF Liebherr Ochsenhausen bedauern, in enger Abstimmung mit ihrem Partner EnBW Energie Baden-Württemberg AG den EnBW-Schul-Cup für das Schuljahr 2020/21 absagen zu müssen. Im Herbst hatte das beliebte und bewährte Format zunächst verschoben werden müssen, nun fiel die Entscheidung, aufgrund der Corona-Pandemie die Auflage für das aktuelle Schuljahr endgültig abzusagen.

Sieben Jahre EnBW-Schul-Cup: Eine einzigartige Erfolgsstory 

Dies fällt umso schwerer, als der EnBW-Schul-Cup (2013-2019) ohne Übertreibung als einzigartige Erfolgsstory gelten kann und sich alle Beteiligten sehr auf die achte Auflage gefreut hatten. Was die TTF Liebherr Ochsenhausen, die sich nicht nur für den Topsport, sondern auch für den Breitensport und den Nachwuchs in der Region verantwortlich fühlen, bisher gemeinsam mit der EnBW auf die Beine stellen konnten, ist mehr als beachtlich. Einige Zahlen veranschaulichen dies. So wurden seit 2013 insgesamt 4.231 Schüler in 218 Klassen an 88 Schulen betreut. Die Trainer haben in diesem Zeitraum keine Anstrengungen gescheut und sind Jahr für Jahr direkt an die Schulen gefahren, um dort im Rahmen von jeweils vier Unterrichtseinheiten den Kids mit großem Erfolg Tischtennis – immer wieder motiviert durch leuchtende Kinderaugen – näher zu bringen. Hierbei haben sie ca. 21.700 km auf der Straße zurückgelegt und nicht weniger als 872 Unterrichtseinheiten geleitet. Alles in allem wurden in den sieben Jahren rund 70 Tischtennistische, 1.700 Tischtennisschläger und rund 6.500 Tischtennisbälle – alles Objekte der renommierten Marke Cornilleau – an die Schulen übergeben, um die Begeisterung der Kinder nachhaltig zu fördern und den Schulen auch das nötige Equipment an die Hand zu geben, um die Sportart im Rahmen des Sportunterrichts weiter auf einem guten Level ausüben zu können.

„Jugend trainiert für Olympia“ als krönender Abschluss

Jedes Jahr wurde zudem als krönender Abschluss des EnBW-Schul-Cups der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Ochsenhauser Sparkassen TT-Leistungszentrum ausgetragen. An diesen Tagen konnte man sehen, welche Früchte der EnBW-Schul-Cup trägt – so belegten regelmäßig die Teilnehmer des Förderprogramms die vorderen Plätze und wurden zum Teil sogar Landesmeister in ihren Altersklassen.

Hoffnung auf Schuljahr 2021/22

Alle Beteiligten hoffen auf die Fortsetzung der Erfolgsstory im Schuljahr 2021/22 und verleihen dem Wunsch Ausdruck, dass dann wieder ein normaler Sportbetrieb an den Schulen möglich sein wird. Sicher ist das natürlich noch nicht und hängt von Faktoren ab, auf die weder die TTF Liebherr Ochsenhausen noch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG Einfluss haben. Deshalb hat man bereits die Planungen und Gespräche aufgenommen, um möglichst früh für alle Eventualitäten gewappnet zu sein und Alternativen in petto zu haben.

„Hat mich persönlich getroffen“ – TTF-Präsident Pejinovic zur Absage

„Es hat mich wirklich persönlich getroffen, dass im Augenblick so etwas nicht möglich ist, denn der EnBW-Schul-Cup ist mir zu einer Herzensangelegenheit geworden“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Wir müssen aber akzeptieren, dass es derzeit nicht funktionieren kann, zumal ja auch der zwischenmenschliche Kontakt mit den Schulen und Kindern so wichtig bei dem Projekt ist, der gar nicht möglich wäre.“

Pejinovic lenkt den Blick zurück auf die Anfänge: „2005 hat alles mit der Regiotour begonnen, umso schöner, dass es seitdem so gewachsen ist. Wir haben einen super Draht zum Oberschulamt in Biberach, dem es auch wehtut, dass im Augenblick eine solche Veranstaltung, die in der Vergangenheit so erfolgreich war, nicht möglich ist.“

Pejinovics besonderer Dank gilt dem Partner: „Ein großes Dankeschön von mir und dem gesamten Verein an unseren treuen, zuverlässigen Partner EnBW, der uns unterstützt und zur Seite steht. Es tut gut, solche Partner gerade in schwierigen Zeiten an seiner Seite zu haben.“ Der Blick ist in die Zukunft gerichtet: „Wir nehmen es positiv und schauen nach vorne. Es muss ja nach solchen Zeiten auch wieder bergauf gehen.“ 

Man ist schon bei den Zukunftsplanungen: „Wir werden alles Mögliche versuchen, 2021/22 zu forcieren, arbeiten aber auch schon seit Wochen an alternativen Veranstaltungsformen, die die Region, die Jugend und den Sport voranbringen, alles, was uns in den letzten Jahren groß gemacht hat.“

Großes Bedauern aber auch Hoffnung – Kurz-Interview mit Thomas Stäbler, Leiter des Regionalzentrums Oberschwaben Netze BW GmbH, im Auftrag der EnBW AG

Wir haben ein kurzes Interview zu dieser Thematik mit Thomas Stäbler geführt.

Herr Stäbler, nach sieben erfolgreichen Jahren des EnBW-Schul-Cups muss dieser nach der Verschiebung im Herbst 2020 nun endgültig abgesagt werden. Was hat zu dieser Entscheidung geführt?

„In diesen unruhigen Zeiten müssen wir alle zusammenhalten und jeder muss seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Es wäre unverantwortlich, einen Schul-Cup durchzuführen, und die EnBW nimmt diese Pandemie sehr ernst. Daher gab es keine andere Möglichkeit als den Schul-Cup abzusagen. Jetzt ist es erst mal wichtig, dass ein regelmäßiger Schulbetrieb wieder durchgeführt werden kann. Danach kann man in Zusammenarbeit mit den Schulbehörden über eine mögliche Durchführung sprechen.“

Wie groß ist Ihr Bedauern, die Schulen nicht vor Ort besuchen und den Kindern den Tischtennissport durch qualifizierte Trainer näher bringen zu können?

„Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der EnBW-Schul-Cup sehr gut angenommen wird und sich immer mehr Schulen melden. Zudem leisten die Trainer hervorragende Arbeit und fahren viele Kilometer, um ihr Wissen gepaart mit Spaß am Tischtennis und Bewegung an andere zu vermitteln. Daher ist das Bedauern natürlich gerade in diesen Zeiten sehr groß, aber auch die Hoffnung, dass bald wieder ein großes Sportangebot für Kinder möglich sein wird.“

Gibt es in dieser schwierigen Zeit des Abstands und der Vermeidung von Kontakten soziale Projekte, welche die EnBW trotzdem weiter vorantreibt?

„Die EnBW unterstützt gerade auch in diesen Zeiten eine Vielzahl von sozialen Projekten. Z.B. den EnBW Macher Bus. Er ist auch in 2021 im Ländle unterwegs. Hier kann man sich noch bis 19.03.2021 unter www.enbw.com/macherbus in den Kategorien Kinder & Jugendliche, Senioren & Soziales und Tiere & Umwelt bewerben. Im schwierigen „Corona-Jahr“ 2020 konnten, unter Einhaltung aller geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen, drei der Gewinnerprojekte erfolgreich umgesetzt werden. Natürlich werden die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus sehr genau beobachtet. Die Empfehlung ist daher, bei den Bewerbungen diese Aspekte zu berücksichtigen und sich z. B. mit Projekten zu bewerben, die möglichst im freien Gelände umgesetzt werden können.“