Intensives Bundesliga-Wochenende in Ochsenhausen

Freitag, 19.00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Neu-Ulm

Sonntag, 15.00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt

Vor der einmonatigen Pause wegen internationaler Turniere geht es in den kommenden Tagen in der Tischtennis Bundesliga nochmals heiß her. Die TTF Liebherr Ochsenhausen, mit 8:0 Punkten grandios gestartet, sehen sich in heimischer Halle mit zwei starken Gegnern, beide Rivalen um die Play-off-Plätze, konfrontiert und hoffen auf eine gute Punktausbeute.

Gerade die Neu-Ulmer konnten bisher zeigen, welche Qualität in ihrer mit 6:2 Zählern gestarteten Truppe steckt. Bergneustadt (2:6) ist dagegen noch nicht richtig in Tritt gekommen, wurde aber auch schon zweimal sehr knapp und eigentlich unter Wert geschlagen. Der Knoten kann jederzeit platzen bei Duda und Co.

Wir wollen nun noch etwas ausführlicher auf das Nachbarschaftsduell am Freitag eingehen, während wir zum Bergneustadt-Spiel noch einen separaten Vorbericht bringen werden.  

Derby-Zeit in Ochsenhausen: Der TTC Neu-Ulm begibt sich auf die 45 Kilometer weite „Weltreise“ in die oberschwäbische Tischtennis-Metropole. In der Saison 2020/21 konnten die TTF beide Partien siegreich gestalten, doch aktuell scheint der Rivale – trotz des Weggangs von Emmanuel Lebesson – noch einen Tick stärker zu sein als vor einigen Monaten, als man als Tabellenfünfter haarscharf die Play-offs verfehlte.

Aktivposten Apolonia und Stumper

Die 0:3-Niederlage der von Dmitrij Mazunov trainierten Neu-Ulmer in Düsseldorf am letzten TTBL-Spieltag hat wenig Aussagekraft, weil man mit Tiago Apolonia und Kay Stumper die beiden besten Spieler schonte. Beide sind nämlich noch ungeschlagen und konnten mit einer 4:0-Bilanz glänzen, im Fall von Routinier Apolonia, der selbst jahrelang den TTF-Dress trug, nicht so überraschend, im Fall des 18-jährigen Stumper, der im Eiltempo einen sensationellen Sprung gemacht hat, schon.

Letzte Saison schien der amtierende Jugendeuropameister, der im Juli im Finale Samuel Kulczycki bezwang, noch eher ein Faustpfand für die fernere Zukunft zu sein, kam nur dreimal zum Einsatz und gewann kein Match, doch nun ist er förmlich „explodiert“. Vizeweltmeister Mattias Falck wurde ebenso bezwungen wie Alvaro Robles und Lubomir Jancarik – das 3:0 gegen Bremens Hunor Szöcs ist da kaum der Erwähnung wert. Die TTF-Fans dürfen damit rechnen, dass Neu-Ulm mit Stumper, inzwischen die Nummer zwei der U19-Weltrangliste, und dem Weltranglisten-59. Apolonia aufläuft. Im Derby wird gewiss die stärkste mögliche Aufstellung aufgeboten werden.

Mit dem 19-jährigen Ex-Ochsenhauser Vladimir Sidorenko, aktuelle Nummer elf des internationalen U19-Rankings, gehört ein weiterer sehr junger Spieler dem Kader der Gäste an. Dies gilt auch für den 21-jährigen, leicht untersetzt wirkenden Griechen mit dem tollen Ballgefühl, Ioannis Sgouropoulos, sowie erst recht für den 20-jährigen russischen Linkshänder Lev Katsman, aus Bad Homburg zu den Neu-Ulmern gestoßen. Vier siegeshungrige Youngster und als Leader der 35-jährige Apolonia – beileibe keine schlechte Mischung.

TTF wollen fünften Sieg im fünften Spiel

Doch die TTF, die auch ohne Simon Gauzy stark genug waren, Ex-Meister Bremen in die Schranken zu weisen, orientieren sich in erster Linie an sich selbst und ihren eigenen Qualitäten. Gauzy, Kanak Jha, Samuel Kulczycki und Maciej Kubik sind heiß auf das Derby und wollen den fünften Sieg in Folge. Sie trauen sich dies auch gegen einen so starken Gegner wie den TTC Neu-Ulm zu. Besonders Jha (Bilanz 5:2) und Kulczycki (3:1) gaben TTF-Cheftrainer Fu Yong bisher viel Anlass zur Freude.

„Wir freuen uns auf das Derby am Freitag“, sagt Fu vor der Partie gegen Apolonia und Co. „Neu-Ulm hat bislang gezeigt dass man in dieser Saison mit ihnen rechnen muss und wird uns alles abverlangen. Aber mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir unsere Serie fortsetzen und das Derby zu Hause gewinnen.“

Übrigens: Es gibt noch Karten für beide Partien und es gilt für den Einlass die 3G-Regelung.