Kulczycki und Kubik verpassen beim WTT Youth Star Contender den Sprung nach ganz oben

Beim WTT Youth Star Contender im polnischen Wladyslawowo, das letzten Dienstag begonnen hatte und am Wochenende entschieden wurde, waren die beiden gestarteten TTF-Asse Samuel Kulczycki (19 Jahre) und Maciej Kubik (18) am Ende nicht ganz zufrieden mit ihrem Abschneiden.

Wenigstens in einer Disziplin hatte man – trotz hochkarätiger Turnierbesetzung – eigentlich schon ganz oben auf dem Treppchen stehen wollen. Schließlich zählen beide zu den absoluten Topleuten ihrer Altersklasse in Europa und sind gemeinsam amtierende Junioren-Europameister im Doppel. Und dann spielte man im Heimatland und war natürlich besonders motiviert, doch im Einzel des U19 Boy’s-Wettbewerbs war für beide im Viertelfinale Endstation. Im Doppel ging es eine Runde weiter, doch eben auch nicht nach ganz oben.

In der 1. Runde des Einzel-Turniers hatte Samuel Kulczycki, in der Bundesliga bereits recht erfolgreich, zwar wenig Mühe beim 3:0 über den Belgier Louis Laffineur, doch dann in der Runde der letzten Acht bekam er es mit der Nummer 1 der U19-Weltrangliste, Kay Stumper (Deutschland), zu tun. Mit einer 2:0-Satzführung legte der Ochsenhauser gut los, musste am Ende aber seinem Widersacher zu einem 3:2-Erfolg gratulieren. Stumper gewann später das Turnier.

Maciej Kubik, Tage zuvor Dritter beim Europe Youth TOP 10 und nur haarscharf an Gold oder Silber gescheitert, startete prima ins Turnier mit einem eindrucksvollen und letztlich ungefährdeten 3:1 (11:6, 8:11, 11:7, 11:2) über den Kroaten Ivor Ban, gegen den er kurz zuvor beim TOP 10 noch den Kürzeren gezogen hatte. Nur deswegen hatte er in Tours in der Vorwoche den „Platz an der Sonne“ verfehlt und Ban hatte sich Silber geschnappt. Doch im Viertelfinale von Wladyslawowo ereilte auch Kubik das Aus. Gegen den Franzosen Alexis Lebrun, der es dann bis ins Endspiel schaffte, kassierte der hochgewachsene Pole nach zweimaliger Satzführung noch eine vermeidbare 2:3-Niederlage.

Im Doppel ging es zwar bis ins Halbfinale, und gerade da schien Gold ziemlich realistisch zu sein. Doch die ersten beiden Runden deuteten bereits an, dass die Konkurrenz in Topform war. Gegen die Formationen Kaburkin (Russland)/Miastowski (Polen) und Kolasa/Redzimski (Polen) gab es jeweils „nur“ 3:2-Siege. Und im Halbfinale stieß man erneut auf Deutschlands Nachwuchs-Ass Kay Stumper, der an der Seite seines DTTB-Kollegen Daniel Rinderer aufschlug. Das ganz enge Match ging im Entscheidungssatz mit 10:12 in der Verlängerung verloren. Schade, da war mehr drin! Stumper/Rinderer gewannen anschließend ganz locker das Finale gegen die Rumänen Movileanu/Ionescu, was auch Kulczycki/Kubik ohne Weiteres hätte gelingen können.


Seit heute läuft übrigens das WTT Contender-Turnier in Tunis, an dem der Franzose Can Akkuzu teilnimmt, der in der Rückrunde endlich bei den TTF „einsteigen“ wird. Es ist also auch diese Woche ein Ochsenhauser international im Einsatz.

Am kommenden Sonntag geht es dann für die Jungs von Cheftrainer Fu Yong in der TTBL weiter mit dem Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht Bad Homburg.