TTF quälen sich zum 3:2 in Bad Homburg

TTC OE Bad Homburg – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3

„Mund abputzen, die zwei Punkte mitnehmen und am Sonntag in Bergneustadt richtig Gas geben“, so Präsident Kristijan Pejinovic nach dem knappen 3:2-Erfolg der TTF Liebherr Ochsenhausen bei Schlusslicht Bad Homburg, bei dem sich die Schützlinge von Fu Yong das Leben selbst ein wenig schwermachten. Man muss allerdings auch sagen, dass die jungen Kurstädter völlig frei und unbeschwert aufspielten und eine richtig gute Leistung zeigten.

Wie erwartet spielte der TTC OE mit dem Rumänen Rares Sipos und den beiden deutschen U23-Kaderspielern Cedric Meissner und Benno Oehme, beide vor der Partie noch ohne jeden Sieg in Deutschlands Eliteliga. Die Topleute Yuta Tanaka und Lubomir Jancarik waren nicht verfügbar oder – wie im Fall Jancariks – verletzt.

Es ging gut los für die TTF, die zur Pause mit 2:0 führten und einem sicheren Sieg entgegenzustreben schienen. Zunächst war Rückrunden-Zugang Can Akkuzu sein erster Sieg in der TTBL gelungen – auch wenn der Franzose gegen den immer schwer berechenbaren, aggressiv angreifenden Rares Sipos über die volle Distanz gehen musste. Simon Gauzy hatte gegen Cedric Meissner nachgelegt, wobei beim 3:0-Sieg des Ochsenhauser Leitwolfs die Sätze zwei und drei doch extrem knapp waren (14:12, 17:15). Aber das Ergebnis passte ja und so schien sich in den Köpfen zu früh der Gedanke breitzumachen, dass man die Punkte bereits im Sack habe.

Doch dem war nicht so. Zunächst scheiterte Samuel Kulczycki in fünf Sätzen an Benno Oehme, der somit seinen ersten Sieg in der TTBL einfuhr. Dennoch war man überzeugt, dass Simon Gauzy anschließend gegen Sipos den Sack zumachen würde. Auch das misslang, der an leichten Rückenproblemen laborierende Franzose konnte zwar einen 0:2-Satzrückstand noch egalisieren, hatte jedoch im Entscheidungsdurchgang recht deutlich das Nachsehen. Wie schon im Hinspiel musste das Doppel die Entscheidung bringen und da taten sich Samuel Kulczycki und Maciej Kubik doch recht schwer gegen Oehme/Meissner. Der erste Satz ging verloren, die Durchgänge zwei und drei wurden in der Verlängerung gewonnen, doch die Bad Homburger konnten ausgleichen. Erst im fünften Satz hatten die beiden Ochsenhauser richtig in ihren Rhythmus gefunden und tüteten doch noch den schwer erkämpften TTF-Auswärtssieg ein.

Kristijan Pejinovic wollte nicht zu hart mit den Jungs zu Gericht gehen: „Mit Ruhm bekleckert hat sich heute sicher keiner. Aber es ist immer noch eine junge Mannschaft und da passiert so etwas schon mal, dass man einen Tick zu früh abschaltet und ein Spiel schon gewonnen glaubt, dass noch längst nicht gewonnen ist. Ich denke, sie wird daraus lernen und diesen Fehler nicht wiederholen.“

Der Auftritt der TTF in Hessen war sicher nicht erste Sahne, doch zumindest mit Blick auf die Tabelle erfolgreich, konnte man sich doch mit nun 20:14 Punkten wieder auf den vierten Tabellenplatz vorschieben und die Plätze mit Fulda-Maberzell tauschen.

Am Sonntag (Spielbeginn 15.00 Uhr) müssen die TTF bei Verfolger TTC Schwalbe Bergneustadt ein anderes Gesicht zeigen und vor allem nicht eine Sekunde zu früh abschalten, wollen sie die Punkte mit nach Oberschwaben nehmen. Die „Schwalben“ haben übrigens am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den TTC Neu-Ulm etwas unglücklich mit 2:3 verloren.

TTC OE Bad Homburg – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3
Rares Sipos – Can Akkuzu 2:3 (6:11, 11:8, 2:11, 11:6, 9:11)
Cedric Meissner – Simon Gauzy 0:3 (3:11, 12:14, 15:17)
Benno Oehme – Samuel Kulczycki 3:2 (6:11, 13:11, 11:6, 14:16, 11:8)
Rares Sipos – Simon Gauzy 3:2 (12:10, 11:8, 6:11, 4:11, 11:5)
Benno Oehme/Cedric Meissner – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 2:3 (11:7, 15:17, 10:12, 11:7, 6:11)