TTF streben dritten Heimsieg an

Sonntag, 14.00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FSV Mainz 05

Bundesligaaufsteiger Mainz 05 steht nach drei Spieltagen und drei Niederlagen ganz hinten in der Tabelle – doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Das erste TTBL-Spiel der Vereinsgeschichte ging mit 1:3 in Bergneustadt verloren, wobei man gut mithielt und sich teuer verkaufte. Es folgte die Heimpartie gegen die „Übermannschaft“ aus Düsseldorf, die gewiss auch viele andere mit 0:3 verloren hätten. Und zuletzt beim 2:3 in Mühlhausen, wo es immer schwer zu spielen ist, gab man sich nach drei Stunden und 20 Minuten Gegenwehr erst im Schlussdoppel geschlagen.  

Mit dem moldawischen Linkshänder Andrej Putuntica, dem japanischen Defensiv-Ass Yuto Muramatsu, 2016 bis 2018 selbst für die TTF aktiv, dem extrem schwierig zu spielenden Materialkünstler Luka Mladenovic, international für Luxemburg am Start, dem Türken Abdullah Yigenler und dem Italiener Carlo Rossi, einst Student am Liebherr Masters College, hat man einen interessanten internationalen Kader zusammengestellt. Und nur am Rande bemerkt: Mladenovic hat in der jungen TTBL-Saison bereits den Weltranglisten-21. Omar Assar klar besiegt, Putuntica Mühlhausens Rumänen Ovidiu Ionescu geschlagen und Muramatsu Steffen Mengel zersägt. Kein Grund also, am Sonntag von einem Selbstläufer auszugehen.

TTF werden Mainz nicht unterschätzen

Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind mit 6:0 Punkten perfekt in die Saison gestartet und haben nicht „nur“ erfolgreich gespielt, sondern auch dreimal richtig gutes, ansehnliches Tischtennis geboten. Klar, dass man die Erfolgsserie gegen das Team aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz fortsetzen möchte. Und man ist natürlich in der Favoritenrolle, die man nicht einfach elegant weitergeben kann. Das bedeutet aber auch, dass die Mainzer, von denen einige Akteure die TTF-Spieler sehr gut kennen – hier wäre nicht nur Yuto Muramatsu, sondern auch Carlo Rossi zu nennen – überhaupt nichts zu verlieren haben und ganz unbeschwert aufspielen können, während nahezu jeden von den Oberschwaben einen klaren Sieg erwartet. Und man erinnert sich an die vergangene Saison, wo man sich zweimal mit „Underdog“ Bad Homburg äußerst schwertat und nur mit Glück knapp gewann.

Natürlich haben die TTF einen eindeutigen Vorteil, wenn sie ihre volle Qualität ausspielen und wenn es gelingt, den hohen Level der drei Auftaktpartien erneut abzurufen. Und genau das möchte man tun und wird den Gegner keine Sekunde auf die leichte Schulter nehmen. Man geht nach den Heimsiegen gegen Fulda und Bad Königshofen sowie dem Auswärtserfolg in Bergneustadt optimal motiviert sowie bestens vorbereitet in die Partie und freut sich auf das Wiedersehen mit Yuto Muramatsu.

Ob Kanak Jha und Can Akkuzu am Tisch stehen können, steht noch in den Sternen, denn beide schlagen ab heute beim WTT-Turnier in Kasachstan auf und man wird sehen müssen, wann und in welcher Verfassung sie zurückkehren. Doch der Kader der TTF umfasst aus gutem Grund diese Saison sechs starke Spieler, sodass man sich um Personalien wenig Sorgen machen muss. Auf jeden Fall wird am Sonntag eine starke, erfolgshungrige Truppe in die Box einlaufen.

„Wir haben einen tollen Start in die Saison gehabt“, sagt TTF-Trainer Fu Yong drei Tage vor der Partie. „Nun kommt mit dem FSV Mainz 05 der Aufsteiger nach Ochsenhausen. Mainz hat schon beim letzten Auftritt in Mühlhausen gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen sein wird und dass man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Wir bereiten uns gut vor und wollen am Sonntag zu Hause den nächsten Sieg.“