WTT-Turniere in Budapest: Fünf TTF-Profis verkaufen sich teuer

Am Sonntag endeten die WTT-Turniere in Budapest. Fünf Bundesligaspieler der TTF Liebherr Ochsenhausen waren in Ungarns Hauptstadt bei den Turnieren Nummer zwei und drei – dem WTT Champions und dem WTT-Feeder – im Einsatz. Über das WTT Star Contender an selber Stelle in der Vorwoche hatten wir berichtet. Herausragende Resultate aus Ochsenhauser Sicht waren nicht unbedingt zu verzeichnen, doch waren einmal mehr einige recht passable Auftritte zu registrieren. 

WTT Champions: Gauzy und Jha früh ausgeschieden 

Dieses erstmals ausgetragene, exklusive Turnierformat, bei dem ein Gesamtpreisgeld von 500.000 Dollar ausgelobt war und viele Weltranglistenpunkte zu ergattern waren, endete am Sonntag mit dem Turniersieg des jungen Japaners Tomokazu Harimoto, der im Finale den Chinesen Lin Gaoyuan nach 0:3-Satzrückstand noch mit 4:3 bezwang. Der Deutsche Patrick Franziska hatte im Achtelfinale sensationell den topgesetzten chinesischen Olympiasieger Ma Log ausgeschaltet, war dann aber im Halbfinale knapp an Harimoto gescheitert.

Seitens der TTF waren Simon Gauzy und Kanak Jha im 32-köpfigen Teilnehmerfeld vertreten. Beide schieden in der 1. Runde aus, zunächst Gauzy in 1:3 Sätzen gegen den japanischen Weltranglisten-26. Yukiya Uda. Ihm folgte dann auch Jha, der gegen Deutschlands Tischtennis-Ikone Timo Boll gute Siegchancen hatte und anfänglich einem klaren Sieg entgegenzustreben schien, jedoch eine 2:0-Satzführung nicht ins Ziel bringen konnte.

WTT Feeder: Togami kommt am weitesten, Kulczycki im Pech 

Beim weniger hochrangigen Feeder-Turnier waren drei Ochsenhauser Asse vertreten – Shunsuke Togami, Can Akkuzu und Samuel Kulczycki. Der 19-jährige Pole hatte bei seinem starken Erstrunden-Auftritt gegen den in der Weltrangliste 59 Plätze höher notierten Südkoreaner Cho Daeseong kein Glück, ein winziger Tick fehlte zum Weiterkommen – Kulczycki führte nach Sätzen zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:1, um dann schließlich im Entscheidungsdurchgang mit 13:15 den Kürzeren zu ziehen. Im Doppel erreichte der Ochsenhauser gemeinsam mit Jakub Dyjas das Viertelfinale.

Can Akkuzu konnte sein erstes Match gegen den 20-jährigen Südkoreaner Woo Hyeonggyu mit 4:2 siegreich gestalten. In der Runde der letzten 32 traf der Franzose dann auf den Deutschen Benedikt Duda, aktuelle Nummer 31 der Weltrangliste, und schied nach sieben spannenden Sätzen aus. Zuvor hatte Akkuzu einen 1:3-Satzrückstand egalisieren können.

Shunsuke Togami hinterließ einen starken Eindruck in Budapest. Der TTF-Japaner hatte in der 1. Runde wenig Mühe beim glatten 4:0 über den Ungarn Adam Szudi. In der darauffolgenden Runde blieb der Inder Manav Vikash Thakkar (Weltrangliste Platz 123) beim 1:4 gegen Togami ohne Chance. Im Achtelfinale besiegte die Nummer eins der Doppel-Weltrangliste dann auch noch den Chinesen Liu Dingshuo (Weltrangliste Platz 48), ebenfalls in fünf Sätzen recht deutlich. Im Viertelfinale fand Togami dann aber seinen Meister in dem erst 17-jährigen Chinesen Lin Shidong. Jener Lin ist im Weltranking zwar nur auf Position 70 gelistet, doch beim Feeder spielte er alle Gegner in Grund und Boden. Togami konnte keinen Satz gewinnen, wobei die Durchgänge zwei und drei recht ausgeglichen verliefen und nur ganz knapp an den Chinesen gingen. Lin Shidong sicherte sich später auch den Turniersieg durch ein glattes 4:0 im Finale über seinen in der Weltrangliste 41 Plätze vor ihm notierten Landsmann Xiang Peng.

Ausblick: Anfang August steigt das nächste WTT-Turnier, das WTT Contender in Tunis (01.-06.08.). Stand heute wird von den TTF-Profis lediglich Can Akkuzu im Einsatz sein. Ob noch jemand hinzukommt, wird sich zeigen. Wir werden darüber berichten.